§ 13 StGB Unterlassen – Wenn Nichtstun strafbar wird!
Unterlassen – Wenn Nichtstun strafbar wird! ⚖️
Wussten Sie, dass man sich im deutschen Strafrecht nicht nur durch aktives Handeln, sondern auch durch „Nichtstun“ strafbar machen kann? Der § 13 StGB ist eines der spannendsten Gebiete der Strafrechtsdogmatik.Die Kernpunkte auf einen Blick:
✅ Garantenstellung: Ohne rechtliche Pflicht zum Handeln (Beschützer- oder Überwachergarant) kein Unterlassungsdelikt.
✅ Quasi-Kausalität: Hätte die Handlung den Erfolg mit Sicherheit verhindert?
✅ Zumutbarkeit: Das Gesetz verlangt keine Selbstaufopferung.
Das „Minus“ an Unrecht im Vergleich zum aktiven Tun führt dazu, dass das Gericht die Strafe gemäß § 13 Abs. 2 StGB mildern kann.
Juristisch präzise bleiben: Eine bloße moralische Pflicht reicht für eine Verurteilung nicht aus – das strenge Gesetzlichkeitsprinzip (Art. 103 II GG) fordert eine klare rechtliche Herleitung.
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